• Technische Arbeiten an Sauer opus 2274 im Moskauer Puschkinmuseum abgeschlossen!
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Mit Beendigung der Werkmontage Anfang Mai 2009 wurde opus 2274 in unserer Firma wieder in all seine Einzelteile zerlegt. Danach verpackten wir jedes noch so kleine Bauteil der Orgel mit größter Sorgfalt, um eventuelle Transportbeschädigungen auszuschließen. Dreizehn große Kisten mit allen Bestandteilen der Orgel gingen nun auf ihre 1800 km lange Reise.


Am 25.Mai folgten der Orgel die Mitarbeiter Thomas Lang und Tobias Mutke, um sie an Ihrem endgültigen Bestimmungsort – dem Moskauer Puschkinmuseum zu montieren. Das Moskauer Puschkinmuseum, ein kulturelles Zentrum der Stadt, in welchem Ausstellungen und Konzerte satt finden, wird oft in einem Atemzug mit Moskauer Sehenswürdigkeiten wie Kreml, Roter Platz oder Basilius-Kathedrale erwähnt.

Mit der Anlieferung der Orgel begann auch für uns die erste Arbeitswoche mit dem Ausrichten des Bodenrahmes. Gestell, Windladen, Windkanäle und Wellenbretter wurden  montiert, bevor wir uns nun in die mechanischen Arbeiten an Ton- und Registertraktur vertiefen konnten.

Geduldig arbeiteten wir uns Registerwelle für Registerwelle und Abstrakte für Abstrakte durch das Instrument. Prospektstöcke wurden verschraubt und die windversorgenden  Zinkkondukten  eingeleimt. Schon bald konnten wir mit der Montage des Gehäuses und der dazugehörigen Rahmen, Profile und  Simse beginnen.

Aufgrund der sorgfältigen Vorbereitung war nach kurzer Zeit der "Rohling" montiert und auch Besucher des Museums konnten erkennen, dass hier in naher Zukunft eine Orgel ihr neues zu Hause haben wird. Mehr als 110 Jahre nachdem die erste Orgel der Firma W. Sauer Orgelbau Frankfurt/Oder in Moskau erbaut wurde. Damals noch unter Leitung des Firmengründers Wilhelm Sauer stellte man  opus 755 in der St. Michaelis Kirche auf.

Nachdem der größte Teil unserer Orgel im Puschkinmuseum aufgebaut war, konnten wir uns nun mit Detail- und Restarbeiten beschäftigen. Doch die Spannung, der Orgel die ersten Töne zu entlocken, blieb natürlich weiterhin bestehen. Und so stieg mit dem Einbau der ersten Register in uns noch einmal eine kindliche Vorfreude auf, von der sich auch unsere Freunde vor Ort inspirieren ließen.

Wir beschlossen mit Abschluss der letzten technischen Arbeiten ein zünftiges "Richtfest" nach russischer Tradition zu feiern, und es wurde auch nach russischer Tradition gefeiert…

 

 

Doch damit ist natürlich erst der erste Teil der Arbeiten an opus 2274 beendet. Mitte Juni wurde die Orgel für die nun folgenden Intonationsarbeiten an unseren Chefintonateur, Peter Fräßdorf, übergeben.

 


Thomas Lang
Orgelbaumeister

pfeil   zur Disposition

 

 

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