Werkgebäude, Kesselhaus und eine Remise waren fertiggestellt. Das Attest zur Inbetriebnahme des Dampfkessel datiert auf den 22. Juli 1867. Schon ein Jahr später baute Sauer den "Großen Orgelsaal", der als Montage-, Ausstellungs- und Vorführsaal gedacht war. Wilhelm Sauer, der selbst ein guter Orgelspieler war, hat hier sicher das eine oder andere neue Instrument ausprobiert und vorgeführt. Auch reiste er in diesem Jahr wieder einmal nach Paris zu Cavaillé-Coll und studierte dort die Natur der Partialtöne. Zugleich begann der Bau der neuen Orgel für die Nicolaikirche (heute Konzerthalle), in die die Studienergebnisse sicht- und hörbar eingingen. Sein Opus 125 erhielt im Pedalwerk u.a. eine Quinte 5 1/3', Terz 3 1/5' und Septime 2 2/7' als eigenständige Register; dies war für die damalige Zeit sehr außergewöhnlich. Die Belegschaft hatte sich deutlich vergrößert. Die Zeitschrift "Urania" berichtete, daß jetzt pro Woche etwa 110 Taler an Lohn zu zahlen seien, was auf eine ansehnliche Zahl von Mitarbeitern schließen läßt. Diese arbeiteten wohl gern bei ihm, weil die Kraft der Dampfmaschine den Betrieb von Säge- und Hobelmaschinen gestattete und so ein Teil der erheblichen körperlichen Arbeit entfallen konnte. Die Geschäftslage war zudem gut, es konnten nicht alle Aufträge ausgeführt werden.

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