Orgel der Prandtauerkirche, St. Pölten - ÖsterreichDie ursprünglich von Franz Capek erbaute Orgel hatte 20 Register und funktioniert bis heute nach dem Prinzip der pneumatischen Kegellade. Sie wurde vermutlich um 1940 um 3 Register erweitert. Sie stand bis vor einigen Jahren noch in einer anderen Kirche in St. Pölten. Unter Verwendung des Pfeifenmaterials, und der Windladen Capeks, wurde von einem österreichischen Orgelbauer eine neue Orgel in der Prandtauerkirche konzipiert, die in zwei separaten, symetrischen Gehäusetürmen Platz findet.

Nachdem Gemeindevertreter der Prandtauerkirche das 2012 übergebene Instrument im Ergebnis als unzureichend und nicht fertiggestellt betrachteten, wurde die Firma Sauer zunächst aufgefordert, ein Konzept zur Stabilisierung und technischen, wie klanglichen Erweiterung der Orgel vorzulegen und anschließend mit der Ausführung beauftragt.

Dies beinhaltet zunächst:

  • die Herstellung und Lieferung eines neben der Orgel stehenden Principal 16'-Registers, inklusive elektro-pneumatischer Kegellade und Kanalanlage (wurde bereits geliefert)
  • tiefgründige Bearbeitung verschiedenster Mängel an Elektrik, Orgelanlage, Spietisch und Gehäuse
  • Komplettierung des unfertigen Orgelgehäuses,
  • Herstellung und Einbau eines Schwellergehäuses im II.Manual der Orgel
  • Herstellung zweier Windladen für eine klangliche Erweiterung der Orgel
  • Anfertigung neuer Pfeifenregister
  • Intonation und Stimmung des Instrumentes 

[ff. aktualisiert...]
Im nun beendeten Bauabschnitt wurden zunächst alle Bestandspfeifen des Hauptwerkes und des Pedal repariert, überarbeitet und so angepasst, dass die neu gefertigte Erweiterungs-Kegellade über die alte Hauptwerkslade eingebracht werden konnte. Dazu mussten viele Pfeifen aufwendig gekröpft werden. Die Windladen der Hauptwerksseite und der Pedallade der SW-Seite wurden einer gründlichen Revision unterzogen, bei der sich viele massive Mängel herausstellten. Es gab zahlreiche Durchstecher und Heuler aufgrund von tiefen Rissen in den Laden-Fundamenten.

Die Elektrik wurde abgesichert und so geschalten, dass nur Magneten der Windlade angesteuert werden,deren Register auch gezogen sind. Die Wind- und Balgsituation wurde optimiert.Die Prospektpfeifen der HW-Seite wurden aufgrund ihrer massiven Überlängen besser abgefangen und bronciert.

Abschließend wurden alte und neue Pfeifen, auch die des neuen Principal 16'-Registers neben der Orgel wieder eingebaut und behutsam intoniert.

Die Winterzeit wird nun intensiv genutzt, um letzte Vorbereitungen für den nächsten Bauabschnitt zu treffen, der ab April starten wird. Dann wird auch die SW-Seite der Orgel komplettiert und technisch überholt!

Folgen sie diesem Link für Eindrücke von Herstellung und Montage...   

...schauen sie ruhig öfter rein, die Bilder werden aktualisiert!

 

Disposition seit ca. 1940:

I. Manual C-f³
 II.Manual C-f³
Pedal  
       
1. Bourdon 16'  9. Prinzipal 8' 19. Subbass 16'  
2. Prinzipal 8' 10. Hohlflöte 8' 20. Violon 16'  
3. Tibia 8' 11. Salizional 8' 21. Bourdon 16'  
4. Gamba 8' 12. Quintatön 8' 22. Octavbaß 8'  
5. Gemshorn8' 13. Aeoline 8' 23. Choralbaß4'  
6. Oktav 4' 14. Vox Coelestis 8'    
7. Flöte 4' 15. Fugara 4'    
8. Kornett 3-5fach 16. Nachthorn2'    
  17. Mixtur 3fach    
  18. Trompete 8'    
       
 Erweiterungen:      
 I. Manual C-g³
 II. Manual C-g³
 Pedal  
Prinzipal 16'  Traversflöte 4'  Prinzipalbass 16'  
 Dolce 4'  Spitzquinte 2 2/3'  Posaune 16'  
 Hohlquinte 2 2/3'  Oktav 2'  Klarine 4'  
 Oktav 2'  Terzflöte 1 3/5'  Singend Kornett 2'  
 Waldflöte 2'  Glöcklein 1'    
 Mixtur 5fach  Cymbel 2fach    
 Scharff 4fach  Oboe 8'    
 
 
 

 

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