Die Orgel in der Bartholomäuskirche Droyßig wurde 1935 als opus 1522 von der Fa. Sauer / Frankfurt (Oder) erbaut.  22 Register, davon 2 Transmissionen stehen auf zwei Manuale und dem Pedal verteilt. Das Instrument ist eine pneumatische Taschenladenorgel und vom damaligen Zeitgeist geprägt. Während die Disposition von der Orgelbewegung mit seiner Obertönigkeit beeinflusst ist, wurde die Intonation noch romantisch ausgeführt. Das Gehäuse aus Kiefer in barocker Ausführung und die Balganlage auf dem Boden wurden von der Vorgängerorgel übernommen. 

Das Instrument ist original erhalten und hat dadurch seinen hohen Stellenwert. Wir sind sehr froh, dass es durch die derzeit laufenden Instandsetzungsarbeiten in seinem Originalzustand erhalten, konserviert und klanglich wieder hergestellt werden kann.

Es gibt viele Ton- und Registerausfälle, die auf verbrauchte und defekte Lederteile zurückgehen. Die Balg- und Windanlage ist verschlissen und das sehr stark verschmutzte Pfeifenwerk muss grundständig überarbeitet werden.

Unsere Arbeiten schließen daher unter anderem die Überholung aller pneumatischen und mechanischen Funktionsteile an Spieltisch und Windladen, sowie des gesamten Pfeifenwerkes ein.

Die Balganlage auf dem Dachboden befindet sich in einem erbärmlichen Zustand und wird deshalb von Grund auf neu garniert.

  • Disposition:

I. Manual  C – g3=  56 Töne                                 

 1. Quintade                    16’                                     
 2. Prinzipal                      8’  
 3. Sing. Gedeckt             8
 4. Oktave                        4’  
 5. Spitzflöte                    2’
 6. Sesquialter  2f 2/3’-1 3/5’
 7. Mixtur                         4f 
 8. Trompete                     8’      


II. Manual  C – g3 =  56 Töne   Schwellwerk

  9. Rohrflöte                     8’                                                                        
10.  Salicional                   8’               
11.  Principal                     4’                                    
12.  Blockflöte                  4’                                                                       
13.  Nachthorn                 2’                                          
14.  Superquinte          1 1/3’                                          
15.  Sifflöte                       1’                                       
16.  Krummhorn                8’                                                        
       - Tremolo -                                                                     

Pedal   C – f1  = 30 Töne
17. Subbass                     16’                                      
18. Oktavbass                   8’                                     
19. Bassflöte                     8’    Transmission mit Nr. 9  
20. Choralbass                  4’                                      
21. Nachthorn                   2’     Transmission mit Nr.13
22.  Stillposaune               16’                                       

weitere  Wippen:    II/P, I/P, II/I 
Züge:                    3 Zungeneinzelabsteller
Spielhilfen:            1 Freie Kombination
Drücker:               Handregister ab -  Freie Kombination – Auslöser  – Tutti
Tritte:                   II/P, I/P, II/I, Walze ab, Freie Kombination, Auslöser, Pianopedal, Tutti  
Pedalstück:           Registerwalze, Schwelltritt  II.Man.
 

 


weitere Bilder aus der Werkstatt und der techn. Montage vor Ort...

 

 
Droyßig, Sauer opus 1522 vor der Restaurierung

 

 

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